News Bild 49 Neusodalen für die Marianische Männer-Congregation - Jüngster Sodale: der neunjährige Daniel Ebner – Mitglieder erneuern ihr Versprechen

49 Neusodalen für die Marianische Männer-Congregation - Jüngster Sodale: der neunjährige Daniel Ebner – Mitglieder erneuern ihr Versprechen

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(pdr) Einer guten Tradition folgend beging die Marianische Männer-Congregation Regensburg (MMC) am vergangenen Sonntagvormittag ihr Hauptfest Süd in der Kirche St. Blasius. Mehr als 120 Abordnungen der Kongregationen hauptsächlich aus dem südlichen Teil des Bistums waren mit ihren blau-weißen Bannern gekommen, um Bischof Gerhard Ludwig Müller, der das Pontifikalamt zelebrierte, beim Einzug in der Kirche voranzuschreiten. Die vormalige Dominikanerkirche war komplett gefüllt mit Gläubigen, den Sodalen und ihren Familien. Konzelebranten waren der Zentralpräses der MMC Regensburg, Monsignore Thomas Schmid, sowie Prälat Josef Grabmeier. Am Altar assistierte Diakon Norbert Steger. Die Messe wurde musikalisch von Chordirektor Norbert Grünbeck (auch an der Orgel) sowie den Solisten Rupert Hocholzer (Trompete) und Helmut Schätz (Posaune) gestaltet. Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid dankte Bischof Gerhard Ludwig für die Feier des Pontifikalamts. Das Wichtigste sei stets „ein lebendiger und gelebter Glaube“, sagte Monsignore Schmid und wies darauf hin, dass die MMC Regensburg im nächsten Jahr das Jubiläum ihres Bestehens seit 420 Jahren feiern könne.

In seiner Predigt forderte der Bischof die Gläubigen auf, dem Beispiel Jesu Christi als guter Hirte nachzueifern. „Nicht Macht und Gewalt ist das, was die Menschen im Leben leiten sollte, sondern die Liebe Jesu Christi, denn er hat uns das ewige Leben gebracht“, sagte der Bischof. Deutlich sprach er sich gegen die Bestrebungen mancher gesellschaftlicher und auch politischer Parteien wie der sogenannten „Piraten“, aus, die Kirche aus dem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen und auf Dienste im sozialen Bereich zu beschränken. Die Kirche sei nicht dazu da „spirituelle Wellness-Angebote“ zu machen, sagte der Bischof. Ebenso wenig sei sie ein „Lückenbüßer im sozialen System“. „Die Kirche verkündet, was der Mensch braucht.

Gott selber ist die Wahrheit und die Wahrheit ist Fleisch geworden“, sagte der Bischof weiter. Wer die Nähe Gottes suche und finde, der brauche keine „Surrogate, keine Placebos oder Drogen, die über die menschliche Existenz hinwegtrösten“, denn in Gott finde jeder Mensch vorbehaltlose Liebe, in der sie sich angenommen fühlen könnte von der Geburt bis zum Tod. „Die Präsenz der Kirche in der Gesellschaft ergibt sich aus unserem Glauben heraus und sie geht konform mit dem demokratischen Staat“, stellte der Regensburger Oberhirte fest. Mit deutlichen Worten wies der Bischof die Aussage zurück, wonach Religion Privatsache sei: „Wir lassen uns nicht abdrängen und tragen mit unserem Glauben zum Gelingen einer guten Gesellschaft bei. Unseren Beitrag im sozialen Leben machen wir aus reiner Nächstenliebe heraus und nicht wegen eines politischen Auftrags“, so der Bischof.

Deutliche Zustimmung erteilte Bischof Gerhard Ludwig dem Betreuungsgeld, das in herabwürdigender Weise als „Herdprämie“ tituliert werde. Schließlich sei das Band des Vertrauens zwischen Mutter und Kind das intimste Band, das ein Mensch je erleben werde und das ihm zu einem Urvertrauen und somit zu einem erfüllten Leben verhelfe.

Nach der Predigt nahm Bischof Gerhard Ludwig 49 Neusodalen in die Marianische Männer Congregation auf. Der jüngste war Daniel Ebner im Alter von neun Jahren. Auch alle anderen Sodalen in der voll besetzten Dominikanerkirche erneuerten ihr Versprechen.
Im Anschluss an die Heilige Messe formierte sich eine eucharistische Prozession, die zur Kirche St. Jakob zog. Dort wurde eine Andacht gefeiert. Bischof Gerhard Ludwig erteilte den Sodalen den Eucharistischen Segen.