News Bild 150 Jahre Regensburger Domtürme: Tagung des Akademischen Forums mit lebhaften Diskussionen

150 Jahre Regensburger Domtürme: Tagung des Akademischen Forums mit lebhaften Diskussionen

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Dem Jubiläum der 150 Jahre Regensburger Domtürme hat das Akademische Forum Albertus Magnus am vergangenen Samstagnachmittag auf Anregung von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eine eigene Tagung im Künstlerhaus Andreasstadel in Regensburg gewidmet. Die mit mehr als 60 Teilnehmern gut besuchte Veranstaltung erinnerte an dieses für die Stadt und das Bistum Regensburg gleichermaßen bedeutsame Ereignis. Vier verschiedene Aspekte des Turmbaus wurden aufgegriffen: Der politische Hintergrund bzw. die Kulturpolitik der bayerischen Könige Ludwig I. und Maximilian II. (Prof. Dr. Bernhard Löffler), die Geschichte der Idee der Turmvollendung und ihre konkrete Umsetzung in einem Mit- und teilweise auch Gegeneinander von staatlichen Behörden und Regensburger Diözesanleitung (Isolde Schmidt MA), die faszinierende Geschichte des Turmbaus im allgemeinen (Dr. Maria Baumann) und die öffentliche Meinung sowie das Presseecho während und unmittelbar nach der Bauphase von 1859 bis 1869 (Dr. Werner Schrüfer). Ein besonderer Fokus lag – auch in der abschließenden lebhaften Diskussion, in die sich auch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer einbrachte – auf der Rolle Bischof von Senestreys bei der Turmvollendung, auf seinen unbestreitbaren Verdiensten und auf seinen umstrittenen Äußerungen in der sogenannten Schwandorfer Rede. Prof. Dr. Sigmund Bonk, der die Veranstaltung organisiert hatte, setzte auch als Moderator wertvolle Impulse. Auch schlug er allen Teilnehmern ein baldiges Wiedersehen vor: am kommenden Sonntag um 10 Uhr beim Pontifikalamt im Dom und dem anschließenden Domtürmefest auf dem Domplatz. Worauf Dr. Schrüfer verwies: Vor fünfzig Jahren, im Jahre 1969, war das Gedenken schlicht nicht im Blick gestanden. Es gilt somit, bei der diesjährigen Gelegenheit den das Regensburger Stadtbild unvergleichlich prägenden beiden Türmen die gebührende Aufmerksamkeit zu erweisen. Dazu gehöre es, die Entstehungsgeschichte zu kennen und zu verstehen. Die Tagung des „Akademischen Forums Albertus Magnus“ hat hierzu gute Dienste geleistet.