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Zur Neuigkeit
111. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern
Gedenkfeier in der Paulskirche, Frankfurt
Frankfurt am Main / Regensburg, 21. April 2026
Zum 111. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern, Männern, Frauen und Kindern, finden rund um den 24. April 2026 in ganz Deutschland Gedenkveranstaltungen statt – von Fürbittgebeten über Konzerte und Filmvorführungen bis hin zu Podiumsdiskussionen. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet in der Frankfurter Pailskirche statt. Zum Jahrestag wird dort CSI-Präsident John Eibner sprechen. Seine Mahnung: „Der Geist des Völkermords an den Armeniern lebt fort!“
Am Samstag, dem 25. April 2025, wird John Eibner, Präsident der christlichen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI), die zentrale Gedenkrede anläßlich der zentralen Gedenkveranstaltung zum 111. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern halten. Die Feier wird vom Zentralrat der Armenier in Deutschland und der Armenischen Kirche in Deutschland ausgerichtet. In seiner Rede würdigt Eibner die Opfer des Genozids im Osmanischen Reich – mehr als anderthalb Millionen armenische Christen, die ausschließlich um ihres Glaubens willen erschossen, erschlagen oder zu Tode gehungert wurden. Er erinnert dabei auch an das Schicksal der syrisch-assyrisch-aramäischen Christen und der Griechen, die zur selben Zeit dasselbe Schicksal erlitten.
Türkei und Aserbaidschan auch heute
Eibner betont in seiner Rede die Aktualität des Genozids. Der CSI-Präsident warnt eindringlich davor, den Armenischen Völkermord als abgeschlossenes historisches Ereignis zu betrachten. Er zieht eine direkte Linie von den Massakern des späten 19. Jahrhunderts über die Massaker von Sumgait und Baku bis zur militärischen Eroberung Bergkarabachs durch Aserbaidschan im Jahr 2023 – ein Akt, den der frühere Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Luis Moreno Ocampo, als Genozid eingestuft hat.
Eibner benennt die ideologischen Wurzeln dieser Gewalt: eine Verbindung aus osmanischem Suprematismus und pan-türkischem Ultranationalismus. Diese Ideologie sei die treibende Kraft hinter der Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Aserbaidschan. Sie bedroht heute die Republik Armenien in ihrer Existenz. Für den Westen und seine Verbündeten sei dies eine äußerst unbequeme Wahrheit.
Mit Blick auf die internationale Gemeinschaft übt Eibner scharfe Kritik an der zunehmenden Bereitschaft westlicher Politiker, den Genozid aus geopolitischen und wirtschaftlichen Rücksichten totzuschweigen. Beschämend sei die Untätigkeit des Westens hinsichtlich der ethnisch-religiösen Säuberung in Bergkarabach. Auch dieses Verhalten weckt historische Erinnerungen. Eibner warnt: Wer die Erinnerung an den Armenischen Genozid verdrängt, öffnet die Tür für neue Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nachhaltiger Friede kann nur auf Gerechtigkeit gründen, nicht auf dem Verschweigen von Unrecht.
Jede Gemeinde kann etwas tun
Es fängt beim Fürbittengebet in der Sonntagsmesse an und geht weiter mit dem Taizé-Gebet, das vielleicht die Gemeindejungend regelmäßig hält: Auch im Bistum Regensburg kann der Opfer dieses ersten großen Völkermordes im 20. Jahrhunderts gedacht werden, zumal der militärische Druck auf Armenien anhält. Aserbeidschan und die Türkei haben es derzeit besonders auf den SÜden des Landes abgesehen, mutmaßlich, um durch nichts berechtigt eine Landverbindung für sich herzustellen und die Armenier zu töten oder zu vertreiben, obwohl diese dort seit Jahrtausenden leben. Wie so etwas funktioniert, war im vorletzten Herbst in Bergkarabach mit Erschrecken zu beobachten.
Bundesweit finden rund 30 Veranstaltungen statt, die Armenische Kirche hat eine Webseite dazu geschaltet. Pars pro toto seiene genannt: In Berlin und Brandenburg lädt die Armenische Jugend ein: Kranzniederlegung am Khachkar am 24. April 2026, 17 – 18 Uhr am Denkmal zum Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich, Bebelplatz 1, Berlin. Bitte Blumen oder Kerzen mitbringen, um gemeinsam ein Zeichen des Gedenkens zu setzen. In München findet am 24. April ein Gedenkgottesdienst statt: St. Anna Kirche, St.-Anna-Straße 21A, 80538 München, 18.00 Uhr.
(sig)
Weitere Infos
Unsere Bild zeigt die Gedenkstätte an den türkischen Völkermord in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Eingeklinkt sind zwei schlecht erhaltene, aber originale Bilder aus den Jahren 1915 und 1916: seltene, düstere Zeignisse des Völkermords an den christlichen Armeniern um ihres Glaubens willen.




