News Bild  „Bleibt dem Eichlberg treu und bewahrt damit die lange Tradition“ – Weihbischof Pappenberger bei der traditionellen Wallfahrt auf den Eichlberg

„Bleibt dem Eichlberg treu und bewahrt damit die lange Tradition“ – Weihbischof Pappenberger bei der traditionellen Wallfahrt auf den Eichlberg

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„Bleibt dem Eichelberg treu“, rief Weihbischof Reinhard Pappenberger den rund 1200 Pilgern zu, die am Sonntag in 18 Wallfahrtsgruppen aus nah und fern zum Pontifikalamt gekommen waren. Aus den näheren Ortschaften Hemau, Breitenbrunn und Dietfurt  pilgerten die größten Scharen, andere hatten längere Märsche und frühere Startzeiten in Kauf zu nehmen. Um 3 Uhr marschierten etwa die Wallfahrer aus Neuses bei Altmannstein los. Damit halten sie eine über 300jährige Tradition aufrecht.


Die Dreifaltigkeit – Stütze der Menschen im Leben


Das Geheimnis der Dreifaltigkeit, dessen Hochfest und Patrozinium auf dem Eichlberg gefeiert wurde, stand im Mittelpunkt der Predigt von Weihbischof Pappenberger. Dabei brachte er  „Geheimnis“ mit heimelig, also „mit etwas, das uns vertraut ist“, in Verbindung. „Es ist etwas, das uns keine Angst macht, zu uns gehört, uns trägt“, führte er aus und stellte die Verbindungen zwischen den drei Gottesgestalten her: „Gott Vater hat uns seinen Sohn geschenkt. Damit gibt es keinen Grund mehr, an der Welt und dem Menschen zu verzweifeln. Und der Heilige Geist will uns mitreißen aus der Welt zum Himmel, von der Zeit in die Ewigkeit“, verdeutlichte der Weihbischof.

Vorbilder in diesem unerschütterlichen Glauben seien die heiliggesprochenen Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. Besonders durch sein einfaches Leben und die Betonung des Zusammenhalts sei Johannes XXIII. bekannt – Werte, die heute, so der Weihbischof, nicht mehr uneingeschränkt gelten. Er erinnerte auch an das Bild Papst Johannes Pauls II., der sich – auch durch seine Krankheit – fest an seinem Papstkreuz festhielt, und an dessen Aufforderung „Reißt die Türen für Christus auf!“


Wehmut beim scheidenden Pfarrer Ferges


Und natürlich fand der Weihbischof in seiner Predigt auch Worte des Dankes und der Anerkennung für Pfarrer Karl-Maria Ferges, der zum September nach 32-jähriger Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet wird. Dieser habe über Jahrzehnte im Alltag und an Feiertagen versucht, Gott nahe und den Menschen hilfreich zu sein.

Etwas Wehmut kam bei Pfarrer Ferges am Ende des Festgottesdienstes, beim „Großer Gott, wir loben dich“, schon auf. Denn es war das letzte von ihm als Seelsorger betreute Hauptfest der Bruderschaft von der Heiligsten Dreifaltigkeit bzw. die letzte von ihm geleitete Wallfahrt auf den Eichlberg.

Mit der Segnung der Andachtsgegenstände und der Ehrung mehrerer Pilger für 15 bis 45 Jahre Wallfahren durch Pfarrer Ferges endete das heuer ganz besondere Hauptfest. Den Abschluss bildete am Nachmittag die Kindersegnung durch Weihbischof Pappenberger.