Bild Maria Königin

Gekrönt durch Christus selbst – die „Königin des Himmels“

Maria Königin

  • 22.
    August
    2036

Das Kirchenfest Maria Königin ist uralt. Erste Hinweise auf Marias Verehrung als Königsmutter, aber noch nicht als „Königin“, finden sich im späten 4. Jahrhundert in der Kunst und zu Beginn des 5. Jahrhunderts in der Literatur. Der Gedenktag „Maria, Königin des Himmels“ ist deutlich jünger.

Das Marienfest genau eine Woche nach dem Hochfest der Himmelfahrt der Gottesmutter wurde erstmals im Jahre 1845 in Ancona in Italien „zu Ehren der Königin aller Heiligen“ gefeiert. Seit 1870 wird es auch in Spanien und in einigen Diözesen Lateinamerikas begangen. Von dort aus hat sich dieses besondere Gedenken im übrigen Europa und καθολικός, also weltumspannend, verbreitet.

1954 führte Papst Pius XII. zum Abschluss des Marianischen Jahres - den Feiern zum Gedenken an die Verkündigung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis 100 Jahre zuvor - den Gedenktag für die gesamte katholische Kirche am 31. Mai zum Abschluss des Marienmonats ein. 1969 verlegte die Kalenderreform das Fest auf den 22. August, den Oktavtag von Mariä Himmelfahrt. Die katholische Kirche gewährt einen Teilablass jedem Gläubigen, der das Salve Regina betet.

Text: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon / sig

(sig)