Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Jakobus der Ältere: Apostel, Märtyrer, Patron der Pilger
Am 25. Juli gedenkt die Kirche des heiligen Jakobus, des Apostels und ersten Märtyrers unter den Zwölf. Sein Fest erinnert an einen der ersten Jünger Jesu, dessen Grab in Santiago de Compostela bis heute Ziel Hunderttausender Pilger ist.
Papst Benedikt XVI. beschrieb Jakobus in einer Generalaudienz am 21. Juni 2006 als einen der drei bevorzugten Jünger, „die Jesus an bedeutenden Augenblicken seines Lebens teilnehmen ließ“. „Er durfte, zusammen mit Petrus und Johannes, an der Stunde der Agonie Jesu im Garten Getsemani und am Ereignis der Verklärung Jesu teilhaben“, erklärte der aus Bayern stammende Pontifex.
Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johannes gehörte er zu den ersten Jüngern, die Jesus am See Gennesaret berief. Wegen ihres ungestümen Eifers gab ihnen Jesus den Beinamen „Boanerges“, „Donnersöhne“ (Mk 3, 17). Herodes Agrippa I. ließ Jakobus mit dem Schwert hinrichten (Apg 12, 2). Benedikt XVI. datierte die Hinrichtung auf das Jahr 44 nach Christus, das Ökumenische Heiligenlexikon auf die Osterzeit des Jahres 43. Jakobus war damit der erste Märtyrer unter den Aposteln.
In Spanien ist die Überlieferung verbreitet, Jakobus habe dort bereits nach der Himmelfahrt Christi das Evangelium verkündet. Sein Grab soll in Vergessenheit geraten sein, bis es sich im neunten Jahrhundert dem Einsiedler Pelayo auf dem sogenannten „Sternenfeld“, spanisch „Compostela“, offenbart habe. Am 25. Juli 816 wurden die Reliquien des Jakobus in der neu errichteten Kirche beigesetzt – daher das Datum des heutigen Festes.
Santiago de Compostela entwickelte sich in der Folge zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes und zog bis ins 15. Jahrhundert mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. 1993 nahm die UNESCO den Jakobsweg in Spanien mit 166 Ortschaften und 1.800 Bauwerken als Weltkulturerbe auf, 1998 folgten vier weitere Jakobswege in Frankreich. Auch heute zieht der „Camino“ jährlich zahlreiche Pilger an. Im Heiligen Jahr 2004 durchschritten rund 12 Millionen Besucher die „Pforte der Vergebung“ an der Kathedrale.
Den Pilgerweg nach Santiago deutete Benedikt XVI. als Sinnbild für das christliche Leben: „Nicht nur der äußere, sondern vor allem der innere Weg, vom Berg der Verklärung zum Berg der Agonie, [symbolisiert] die ganze Pilgerschaft des christlichen Lebens, eine Pilgerschaft zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes.“
„Vom heiligen Jakobus können wir also vieles lernen: die Bereitschaft, den Ruf des Herrn anzunehmen, auch wenn er uns auffordert, das ‚Boot‘ unserer menschlichen Sicherheiten zu verlassen; die Begeisterung, ihm auf den Wegen zu folgen, die er uns zeigt, jenseits all unserer illusorischen Anmaßung; die Bereitschaft, mutig für ihn Zeugnis abzulegen, wenn es sein muß, bis zum höchsten Opfer des Lebens“, fasste der Papst zusammen.
Text: CNA Deutsch
(sig)