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Zur Neuigkeit
Agnes von Rom: Jungfrau und Märtyrerin
Keine der jungfräulichen Märtyrerinnen genoss schon früh solche Verehrung wie Agnes. Schon der Chronograph von 354 und Ambrosius von Mailand berichteten erste und frühe Formen ihrer Legende. Ihr Martyrium gipfelte darin, dass ihr ein Schwert durch ihre Kehle gestoßen wurde. Sie wurde also getötet, wie dies mit Lämmern geschah; deshalb wird sie zusammen mit einem Lamm dargestellt, dem Symbol des Opfertodes Christi.
Die Agnes-Legende handelt von Reinheit und Standfestigkeit. Betont werden Schönheit und Glaubenssicherheit der zwölfjährigen Agnes, die aus vornehmer römischer Familie stammte. Der Werbung des Sohnes des Stadtpräfekten Symphronius trat sie ablehnend gegenüber mit der Begründung, sie sei schon verlobt. Mehrfache Nachfrage des Jünglings beantwortete sie schließlich damit, ihr Verlobter sei Jesus Christus. Agnes wurde nun vor Gericht gestellt, aber alle Vorstellungen, Bitten und Drohungen des Richters konnten ihre Standhaftigkeit nicht erschüttern. Da befahl er, sie nackt auszuziehen und zur Prostitution zu zwingen. Aber ihre langen Locken umhüllten sie wie ein dichter Mantel, ein Engel brachte ihr ein Lichtgewand, von dem das ganze Haus durchstrahlt wurde.
Der Sohn des Präfekten suchte sie dann mit seinen Gesellen im Bordell auf, geblendet wichen sie zurück; er selbst fiel, vom bösen Geist erwürgt, tot um, als er Agnes berühren wollte. Durch ihr Gebet ins Leben zurückgerufen, ließ er sie als Zauberin denunzieren. Der Präfekt wagte weder, sie zu retten, noch sie zu verurteilen, ging außer Landes und überließ sie einem anderen Richter. Dieser ließ sie im Stadion des Domitian in ein großes Feuer werfen, aber die Flammen wichen vor ihr zurück.
Da befahl der Präfekt, dass man ein Schwert durch ihre Kehle stoße. Sie wurde also getötet, wie dies mit Lämmern geschah; deshalb wird sie zusammen mit einem Lamm dargestellt, dem Symbol des Opfertodes Christi. Tatsächlich stammt der Zusammenhang von Agnes und dem Lamm wohl aus einer anderen Lesart ihres Namens: Agnus bedeutet lateinisch Lamm. Als Ort des Martyriums gilt der Circus Agonalis, das Stadion von Kaiser Domitian; über der Stelle der Hinrichtung erhebt sich heute die im Auftrag von Papst Innozenz X. 1652 bis 1672 gebaute BasilikaSant'Agnese in Agone an der Piazza Navona.
Eltern und Freunde begruben Agnes in einer heute nach ihr benannten Katakombe an der Via Nomentana, über der dann die Kirche Sant'Agnese fuori le mura erbaut wurde. Spätere Überlieferung bringt hier noch Emerentiana ins Spiel, demnach die Milchschwester der Agnes; sie stellte sich den Verächtern der Christen entgegen, die Agnes' Bestattung verhindern wollten und hielt die Totenwacht. In der achten Nacht sahen sie einen Reigen schöner Jungfrauen, in ihrer Mitte Agnes in goldenem Kleid, den Ring ihres Verlöbnisses mit Christus am Finger, ein weißes Lamm zu ihrer Rechten, das Lamm, auf das Johannes der Täufer und die Apokalypse hinwiesen.
Sichere historische Nachrichten über Agnes gibt es nicht, auch ihr Name ist wohl unbekannt und die Reine eine Wesensbeschreibung. Als Zeit des Todes der der Überlieferung zufolge 13-jährigen kommt die Verfolgung unter Kaiser Valerian oder die unter Kaiser Diokletian in Betracht. Schon um 350 wurde über ihrem Grab eine von Konstantia gestiftete Kirche erbaut; sie stand unmittelbar neben dem Mausoleum der Kaisertochter. Ende des 4. Jahrhunderts entstanden die ersten Berichte über ihr Leben und Leiden, sie wurde in den römischen Messkanon und die Liturgie der griechischen Kirche aufgenommen, Ambrosius von Mailand pries sie in seiner Lobrede auf die Jungfräulichkeit, Papst Damasus I. verfasste ein Epigramm, das als Marmorinschrift erhalten ist. Auch das Martyrologium des Hieronymus verzeichnete Agnes zum 21. Januar.
Text: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon
(sig)