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Zweiter Ökumenischer Krippenweg in der Regensburger Altstadt

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Vom 27. November bis 6. Januar findet in Regensburg zum zweiten Mal ein ökumenischer Krippenweg statt. Die Aktion ist eine Initiative der katholischen und evangelischen Kirche, der Stadt Regensburg sowie dem Regensburger Krippenverein. Mehr als 65 Krippenstationen verteilen sich in der Altstadt und Stadtamhof, weitere Krippen gibt es im Donaueinkaufszentrum zu bewundern. Von Bayern bis nach Afrika, von traditioneller Handwerkskunst bis zu modernen 3-dimensionalen Bildern lassen die verschiedenen Krippen die Zeit stillstehen und verweben diese Tradition mit dem Leben im 21. Jahrhundert. Die zahlreichen Krippen entdeckt man in Foyers, Schaufenstern und Museen von Regensburg. Ein Rundweg führt von Krippe zu Krippe und lädt zu einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadtgassen ein. Zusätzlich gibt es mehrere Begleitveranstaltungen, Andachten und Führungen. Ein Flyer mit allen Krippenstationen und weiteren Informationen liegt ab sofort an verschiedenen Stationen in Regensburg aus, so auch im Informationszentrum des Bistums Regensburg, Domplatz 5, oder der Tourist-Info am Rathausplatz. Die Informationen gibt es auch online unter www.regensburg-stern.de

 

Die Geburt Jesu: Ein einzigartiges Ereignis

Bischof Rudolf Voderholzer, selbst passionierter Krippensammler, hat zahlreiche Krippen für die Aktion zur Verfügung gestellt. Er wünscht sich, dass möglichst viele Menschen sich auf den Ökumenischen Krippenweg einladen lassen: „Mögen sie auf diese Weise neu die weihnachtliche Erfahrung machen, dass ihnen im Kind in der Krippe der menschgewordene Gottessohn begegnet, der unser Leben geteilt hat, um uns alle zu Gotteskindern zu machen“, so der Regensburger Oberhirte. Die Geburt Jesu in Betlehem ist das einzige Ereignis der Weltgeschichte, das so dargestellt, das so gemalt, das so in Szene gesetzt werden kann, als habe es hier und jetzt bei uns, in der jeweiligen Umgebung, in der je eigenen Kultur stattgefunden, weil die Menschwerdung Gottes sowohl geschichtlich lokal und ganz konkret als auch von ihrer Bedeutung her universal und alle Menschen und Kulturen betreffend verstanden werden muss, betont Bischof Voderholzer: „Die Geburt Jesu und die Ankunft der Könige auf dem Rathausplatz in Regensburg. Oder in einem afrikanischen Gral, dabei Maria und Josef unverkennbar als Afrikaner gezeichnet. Die Geburt Jesu im kulturellen Kontext der südfranzösischen Provence oder in einem Leuchtturm an der Nordseeküste, weil die Botschaft in alle Welt hinausgeht und selbst so etwas ist wie ein Leuchtturm, ein rettendes Licht. Die Geburt Jesu in einer alpenländischen Almhütte, vielleicht auch noch tief verschneit, in der rauen Bergwelt der Anden oder im Straßengetümmel von Neapel. Die Geburt Jesu in Fernasien, die Heilige Familie, Hirten und Könige thailändisch oder koreanisch gekleidet.“ Zudem lobt Bischof Rudolf Voderholzer das ökumenische Anliegen des 2. Regensburger Krippenweges: „Der Ökumenische Krippenweg ist auch ein anschauliches Beispiel wie wir in Regensburg die Ökumene verstehen: Möglichst viel von dem gemeinsam tun, was wir ohne den anderen unter Druck zu setzen tun können. Und vor allem gemeinsam dafür beten, dass auch das jetzt noch Trennende mit Gottes Hilfe irgendwann überwunden sein wird.“, so Bischof Rudolf.

 

Die versteckte Streichholzschachtel-Krippe

„Gerade in diesem so sehr von Verunsicherung und Anspannung geprägten Jahr ist die Erinnerung an die Geburt Jesu ein starkes Hoffnungszeichen. Das Betrachten der so vielgestaltigen Krippen kann zum Balsam für unsere strapazierten Seelen werden. Der Zweite ökumenische Krippenweg ist etwas ganz Besonderes und Wertvolles für das Leben in unserer Stadt“, erklärt der evangelische Regionaldekan Klaus Stiegler. Die Oberbürgermeisterin von Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, lobt das Miteinander von Stadt und Kirche: „Der Erfolg des Krippenwegs vom letzten Jahr, wird heuer so richtig deutlich: denn erneut ist es gelungen, Krippenfreunde und den Einzelhandel so wunderbar zusammenzubringen. Es ist eine tolle Gemeinschaftsleistung beider Kirchen, dem Krippenverein und der Stadt Regensburg!“, so die Bürgermeisterin. Franz Glas als Vorsitzender des Krippenvereins erzählt, dass verschiedene Krippen aus dem Besitz der Vereinsmitglieder stammen und normalerweise in den kommenden Wochen in der „guten Stube“ der Familien stünden. Heuer aber finden sie ihren Platz in der Altstadt, im „Wohnzimmer Regensburgs“. Ein kleines Geheimnis, so Glas, birgt der Krippenweg in sich: In irgendeinem Schaufenster ist das kleinste Exponat der Ausstellung versteckt. Eine Krippe, die in einer Zündholzschachtel steckt. Mal sehen, wer die als erster entdeckt!

Flyer des 2. Ökumenischen Krippenweges zum Download

Freuen sich schon auf die Besucher des Krippenweges: v.l.n.r.: Franz Glas, Vorsitzender des Krippenvereins, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Regionalbischof Klaus Stiegler und der Kulturreferent der Stadt Regensburg, Wolfgang Dersch.