News Bild Wir tragen füreinander Verantwortung - Bischof übernimmt Schirmherrschaft für Hungermarsch

Wir tragen füreinander Verantwortung - Bischof übernimmt Schirmherrschaft für Hungermarsch

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(pdr) Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller hat in der Sailer-Kapelle des Regensburger Doms eine Gruppe des 1. Chamer Dekanats-Hungermarsches empfangen und die Schirmherrschaft für dieses Missions-Projekt übernommen. Bei dem Hungermarsch am 10. Oktober 2004 können alle Interessierten einen fünf oder acht Kilometer langen Rundkurs bewältigen, wobei jeder Teilnehmer für jeden zurückgelegten Kilometer einen Euro spendet. „Bei einer Teilnahme von über tausend Menschen erwarten wir mindestens einen fünfstelligen Betrag. Dieser kommt bayerischen Weltpriestern in Bolivien zu Gute – vor allem für deren Trinkwasser-Projekte in der Provinz Cinti“, sagte Max Strasser, Organisator des Hungermarsches.

Dass Bischof Gerhard Ludwig Müller für diesen Hungermarsch die Schirmherrschaft übernommen habe, sei eine große Ehre und Verpflichtung. So wolle man am 10. Oktober mit den Füßen gegen Unrecht und Not der Mitmenschen in der sogenannten Dritten Welt abstimmen und damit ein Zeichen setzen für die verbindende Solidarität der Christen untereinander.

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller wandte sich in seinem Grußwort gegen eine Trennung von Spiritualität einerseits und Weltverantwortung andererseits. „Mission ist die in die Tat umgesetzte Gottes- und Nächstenliebe. Denn einfach nur zusehen, wie Menschen, Brüder und Schwestern, mit Angst dem nächsten Tag entgegenblicken, entspricht nicht dem Auftrag Jesu“, sagte der Bischof. Vielmehr gelte es, füreinander Verantwortung zu übernehmen unter dem Dach des verbindenden Glaubens. „Gerade dies bringt die Initiative des Dekanats-Hungermarsches ins Bewusstsein“, so Bischof Müller.

Als Beispiel für gelebte Gemeinschaft stelle Klaus Hofbauer MdB den Hungermarsch heraus. Er verbinde nicht nur die verschiedenen Ortschaften der Pfarrei Windischbergerdorf, sondern darüber hinaus die verschiedensten Gruppierungen und Vereine. Er sei dankbar, dass er für diesen Marsch die Ehren-Schirmherrschaft übernehmen dürfe. Zugleich dankte auch er Bischof Müller für dessen Unterstützung des Hungermarsches und des damit verbundenen Missionsanliegens.

Dass dieses sich nicht nur im Tun erschöpft drückte sich in der kurzen Andacht aus, die Bischof Müller mit den Gläubigen aus dem Dekanat Cham feierte. „Gerade dann, wenn wir den Mut zu verlieren drohen und angesichts von Not und Elend nicht mehr weiter wissen brauchen wir die geistliche Auferbauung und das Gebebt. So geben wir Zeugnis im Tun und im Glauben.“