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Zur Neuigkeit
Pontifikalmesse zum Kinder- und Jugendchortag im Regensburger Dom
Voller Klang aus 1.000 Stimmen
Regensburg, 13. Oktober 2026
„Das erlebt der Regensburger Dom nicht alle Tage“, erklärte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit Blick auf die rund 1.000 jungen Sängerinnen und Sänger im Dom St. Peter. Am Samstagnachmittag feierte er dort eine Pontifikalmesse zum Kinder- und Jugendchortag. Unter dem Motto „Alte Steine – Junge Stimmen“ kamen rund 1.000 Kinder und Jugendliche in die Regensburger Kathedrale. Begleitet wurden sie von etwa 180 Betreuern und Chorleitern. Der Gottesdienst bildete zugleich den Abschluss der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum des gotischen Regensburger Doms und fand in Zusammenarbeit mit dem Diözesanen Pueri-Cantores-Verband statt.
Bischof Dr. Voderholzer feierte die Pontifikalmesse in Konzelebration mit Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, Domkapitular Martin Priller, Domvikar Johannes Hofmann, Jugendpfarrer Matthias Strätz und Marius Linnenborn. Dieser leitet das Deutsche Liturgische Institut in Trier und ist Geistlicher Beirat der Pueri Cantores in Deutschland. Für die Kinder und Jugendlichen war der feierliche Gottesdienst ein besonderes Erlebnis und eine weitere große Motivation für ihr musikalisches Wirken.
In seiner Predigt bezog sich Bischof Rudolf auf das Evangelium (Mt 22,1–14): Jesus vergleicht darin das Himmelreich mit einem König, der zur Hochzeit seines Sohnes einlädt. Die Gäste lehnen die Einladung aber ab, reagieren sogar gewalttätig. Der König lässt daraufhin Menschen von der Straße holen – Gute wie Böse. Der Festsaal füllt sich. Ein Gast ohne angemessene Hochzeitskleidung wird jedoch hinausgeworfen und weiß keine Antwort, als er darauf angesprochen wird. „Ihr habt sicher schon gemerkt, dass es hier längst nicht mehr um ein Gleichnis aus vergangenen Zeiten, sondern um uns selbst geht“, erklärte er den jungen Gläubigen. Das Gleichnis mache deutlich, dass Gottes Einladung allen Menschen gelte. Wer sie jedoch annehme, müsse auch bereit sein, sein Leben danach auszurichten.
Anschließend stellte er die Frage: „Wo sind wir hier eigentlich?“ Seine Antwort: „Wir sind im Regensburger Dom. Und wir sind im Festsaal, wo wir alle zu einer Hochzeit eingeladen sind. Zu einer ganz bestimmten Hochzeit: Hier feiern wir den Bund Gottes mit den Menschen.“ Dabei verwies er auf die Feier der Eucharistie mit Christus als Bräutigam. „Keine Hochzeit ohne Musik“, erklärte er weiter und bezog sich damit direkt auf die anwesenden Kinder und Jugendlichen. Zwar werde die Musik im Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl nicht direkt erwähnt, sie sei aber ein zentraler Bestandteil einer Hochzeitsfeier. Auch zu einer festlichen Sonntagsmesse gehörten Musik und Gesang. Die Musik in der Liturgie lasse die Gläubigen spüren, dass sie ein großes Fest feiern. Zugleich lasse sie die Sehnsucht nach Vollendung in Liebe wachsen. Deshalb sei es wichtig, dass man nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich richtig „angezogen“ sei. „Ihr liebe jungen Freunde, ihr tragt heute dazu bei, dass der Regensburger Dom als hochzeitlicher Festsaal dem Anlass gemäß erklingt. Ihr macht das Fest zu einem richtigen Fest!“
Gesang, Workshops und Aktionen in der Domstadt
Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht bereits seit 75 Jahren und umfasst rund 480 katholische Chöre. Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Bistum trafen sich zum großen Kinder- und Jugendchortag im Rahmen der Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag des Doms. Mit der Pontifikalmesse fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Abschluss.
Vorab probten die Kinder und Jugendlichen im Dom, um sich mit der besonderen Akustik der gotischen Kathedrale vertraut zu machen. Zudem nahmen sie tagsüber an unterschiedlichen Aktionen und Workshops teil. Viele besuchten auch die angebotenen Domführungen. Andere malten oder begaben sich auf eine Geocaching-Runde durch Regensburg.
Die Kathedrale war mit den 1.000 Kindern und Jugendlichen voll besetzt. Zusätzliche Stühle in den Seitenschiffen sorgten für ausreichend Platz. An verschiedenen Stellen, auch im hinteren Teil des Doms, standen Dirigenten, die den Kindern Orientierung bei Takt und Einsätzen gaben. Auf großen Leinwänden an den Seiten wurde das Geschehen übertragen. Die einzelnen Chöre aus dem gesamten Bistum trugen Schilder mit ihren jeweiligen Chornamen. Stolz, geübt und diszipliniert sangen die Kinder und Jugendlichen und füllten die Kathedrale mit ihren hellen Stimmen. Zur Eröffnung sangen sie „Nun jauchzt dem Herren alle Welt“ und zum Auszug „Großer Gott, wir loben dich“. Unterstützt wurden sie von der großen Orgel sowie dem Blechbläserensemble Brassmania.
Text und Fotos: Claudia Erdenreich
(jas und SG)








