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Ökumenischer Gottesdienst für Hinterbliebene nach Suizid

Nichts geht verloren

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Am 14. November findet ein ökumenischer Wortgottesdienst statt für Familie und Freunde von Menschen, die sich das Leben genommen haben. Gemeinsame Gespräche sollen bei der Verarbeitung der Trauer helfen.

„Nichts geht verloren“, doch wenn sich ein geliebter Mensch das Leben nimmt, bleiben Angehörige in tiefer Trauer und voller Fragen zurück. „Kintsugi“, die „Goldreparatur“ – eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik und Porzellan – kann eine trostspendende Metapher sein für das Gefühl, das Angehörige eines Suizids teilen, denn viele fragen sich: Wie kann man mit diesem Schmerz weiterleben?

Denn jede Schale, die mit der Kintsugi-Methode repariert wurde, zeigt: Ich bin gebrochen, an verschiedenen Stellen. Ich habe vieles überstanden. Es hat Mühe und Zeit gekostet, wieder ganz zu werden, wieder neu gefüllt werden zu können. Aber genau das macht mich einzigartig. Neben dieser Metapher kann ein Austausch helfen, mit Menschen, die ein ähnliches Schicksal teilen, denn dieser zeigt: Ich bin nicht allein mit meinem Schmerz.

Deshalb veranstalten die Beratungsstelle HORIZONT, die Seelsorge im Bezirksklinikum und die Seelsorge für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen einen ökumenischen Wortgottesdienst für Hinterbliebene nach Suizid. Dieser findet am Sonntag, den 14. November um 17 Uhr in der Kirche St. Franziskus in Regensburg-Burgweinting (Kirchfeldallee 3) statt. „Wir wollen uns an die Verstorbenen erinnern, die aus dem Leben gegangen sind. Wir suchen in Verlust und Trauer nach etwas, das uns jetzt leben lässt und neuen Mut gibt. Wir vertrauen auf Gott, der uns in den Brüchen des Lebens eine neue Perspektive schenkt“, heißt es in der Einladung. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht im Pfarrheim in vertraulicher Atmosphäre Gelegenheit zum Gespräch unter Einhaltung der 3G-Plus-Regel.



Titelbild: „Kintsugi“ als Metapher – eine Schale, der man die sorgsam reparierten Bruchstellen ansieht, als Trost für Hinterbliebene eines Suizids. (c) adobestock.com - Marco Montalti