Flyer liegen auf dem Tisch

Neues Arbeitsmittel für Gruppen, die synodal arbeiten wollen

44 Fragen an die eigene Gruppe


Regensburg, 02. Oktober 2026 

Das Synodenteam des Bistums Regensburg hat den „Synodalen Spiegel“ entwickelt: einen Fächer mit 44 Impulsen aus Bibel und kirchlichem Lehramt. Mithilfe dieses Fächers können Gremien ihre eigene Arbeitsweise Schritt für Schritt in den Blick nehmen.

Synodal gearbeitet wird im Bistum Regensburg an vielen Orten: in den Pfarrgemeinderäten, im Pastoralrat, im Diözesankomitee und an vielen weiteren Orten. Diese Gremien beraten und gestalten Pastoral vor Ort. Die Themen auf der Tagesordnung werden dabei selten weniger, sondern eher mehr und komplexer. Was dabei manchmal zu kurz kommt, ist die Frage nach der kulturellen und der geistlichen Dimension des gemeinsamen Weges. Was unterscheidet ansonsten ein synodales Gremium von der Vorstandssitzung eines weltlichen Vereins? Dass diese Frage und die geistliche Seite zu kurz kommen, geschieht nicht absichtlich. Zwischen Organisation, Terminabstimmung und pragmatischen Entscheidungen bleibt dafür oft schlicht keine Zeit.

Eine Methode, die sich in der Weltsynode von 2021–2024 bewährt hat, wäre das Gespräch im Geist. Dabei hört die Runde zunächst jede und jeden an, ohne zu antworten. In einer zweiten Runde teilen die Beteiligten dann, was sie im Zuhören berührt hat. Erst danach sucht die Gruppe gemeinsam, wohin der Geist weist. Wer Gremien leitet, kennt jedoch auch die Grenzen dieser Methode: Für jeden Tagesordnungspunkt lässt sie sich nicht umsetzen. Es braucht Zeit, Ruhe und in der Regel eine Begleitung. Gremien, die es erproben wollen, berät das Synodenteam.

Da die Zeit von Ehren- und Hauptamtlichen kostbar ist, bietet sich vielleicht auch ein Mittelweg mit weniger zeitlicher Intensität an: Der Synodale Spiegel versammelt 44 Impulse entlang der drei Leitworte der Weltsynode; Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung. Jeder Impuls beginnt mit einem Bibelwort oder einem Text des Lehramts, führt in wenigen Sätzen in das Thema ein und mündet in eine Frage an die eigene Runde. Ein Hinweis am Ende hilft, die Synodalität einzuschätzen.

Die Handhabung ist bewusst schlicht gehalten: Zu Beginn der Sitzung wird ein Impuls gezogen, das Bibelwort und der Impuls werden langsam vorgelesen, es wird einen Moment lang Stille gehalten und dann wird das Gespräch begonnen. Das dauert nur wenige Minuten und erfordert keine Vorbereitung. Die Fragen sind so konzipiert, dass die Gruppe gemeinsam antworten kann, ohne eine offene Frage zu hinterlassen.

Text und Foto: Tanja Matok, Leitung Fachstelle Medien und Digitalpastoral
(chb)

Weitere Infos

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Ein Werkzeug des Synodenteams: Synodaler Spiegel

Weitere Informationen zum Synodenteam: synodenteam-regensburg.com



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