News Bild „Menschen aus allen Erdteilen und Kulturen erfahren den Frieden Christi“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert Jugendgottesdienst im Rahmen des Jugendfestivals „b-geistert“

„Menschen aus allen Erdteilen und Kulturen erfahren den Frieden Christi“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert Jugendgottesdienst im Rahmen des Jugendfestivals „b-geistert“

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Im Rahmen des zeitgleich zum Weltjugendtag in Sydney stattfindenden Jugendfestivals „b-geistert“ hat Bischof Gerhard Ludwig Müller mit rund 2500 Jugendlichen aus der ganzen Diözese eine Pontifikalmesse im Regensburger Dom gefeiert.

Der Weltjugendtag, so Bischof Gerhard Ludwig Müller in seiner Predigt, sei ein Symbol für den lebendigen Geist Gottes, der in den Menschen herrsche: „Durch das Fest des Glaubens wird die frohe Botschaft deutlich, dass wir in Jesus Christus zu Kindern Gottes berufen sind und so die Erfahrung der Geborgenheit in der großen Familie Gottes machen können“.

Heutzutage seien aber gerade junge Leute in der Ausübung und öffentlichen Bekundung ihres Glaubens vielen Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt. Sei es durch Menschen, die auf dem Standpunkt beharrten, durch wissenschaftliche Erkenntnisse lasse sich die Schöpfungslehre Gottes nicht aufrechterhalten oder durch Literatur, in der bisweilen versucht werde, den Glauben ins Lächerliche zu ziehen.

„Auch Jesus ist auf Widerstand gestoßen, bei Leuten, die sich durch ihn beeinträchtigt und gestört fühlten und ist deshalb von diesen Menschen ans Kreuz geschlagen worden“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller. Letztendlich war aber Christus es, dessen Liebe stärker als der Hass der Menschen war und der so als Sieger über die Feindschaft und den Tod hervorgegangen ist. „Ihr habt ein Recht darauf, froh und dankbar zu sein für all das, was ihr von Gott erfahren habt.

Lasst euch deshalb nicht abschrecken von denen, die schlecht über den Gottesglauben sprechen“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller. Es gäbe viele Jugendliche, deren Leben von innerer Leere und Verzweiflung geprägt sei, da sie nie die Erfahrung einer familiären Geborgenheit machen durften. „Die Kirche hat die große Aufgabe vor sich, auch zu denen freundlich und gütig zu sein, die Schwierigkeiten sind und keine persönliche Lebensstärke in sich erfahren“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller weiter.

Vom Weltjugendtag solle daher ein Zeichen ausgehen „dass wir nicht kapitulieren vor den Schwierigkeiten, die sich im Leben auftun sondern auf Gott vertrauen, der es gut mit uns meint und dass das Böse und Schlechte uns nichts anhaben können.“

Eingehend auf das Motto des Weltjugendtages in Sydney "Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein" (. Apg 1,8) erklärte Bischof Gerhard Ludwig Müller, so wie der Heilige Geist an Pfingsten auf die Menschen herab gekommen sei, werde er auch beim Weltjugendtag in Sydney sichtbar: „Menschen aus allen Erdteilen und Kulturen versammeln sich gemeinsam und erfahren den Frieden Christi, weil sie von dem Geist Gottes innerlich vereint werden“. Durch das gemeinsame Gebet würden innere Barrieren, wie die Unterschiede in Sprache und Kultur aufgehoben werden, so der Regensburger Oberhirte weiter.

“Wir dürfen die schöne und lebendige Erfahrung machen, dass wir uns auf Gott den Schöpfer und Erlöser verlassen können und so unsere Vollendung in der Gemeinschaft der Gläubigen wiederfinden. Der ganze Erdball ist innerlich geprägt von Jesus Christus, der ein Herz hat für alle Menschen und uns seine Liebe schenkt“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller abschließend.

Bereits zu Beginn der Eucharistiefeier überbrachte Bischof Gerhard Ludwig Müller die Grüße einer 38-köpfigen Jugendgruppe aus dem Bistum Regensburg, die zum Weltjugendtag nach Sydney gereist waren. Der Regensburger Oberhirte hatte den jungen Menschen tags zuvor mit seinem Handy eine SMS mit folgendem Wortlaut geschickt: „Herzliche Grüße aus euerem Heimatbistum sendet euch euer Bischof Gerhard Ludwig. Wir feiern am heutigen Samstag „b-geistert“ das große WJT-Festival mit Tausenden von Jugendlichen in Regensburg und sind in Gedanken bei euch in Australien. Mögen die Tage des gemeinsamen Glaubensfestes und der Begegnung mit dem Heiligen Vater eueren Glauben stärken und euch die Kraft des Hl. Geistes spüren lassen.

Vor dem Gottesdienst begann bereits ab 14 Uhr ein Programm mit Live-Musik und vielen Mitmach-Attraktionen rund um den Dom. Viele der teilnehmenden Verbände und Einrichtungen warteten mit spirituellen Angeboten auf. Die Diözesanstelle für Berufungspastoral gestaltete unter dem Motto „bet4mi" (bairisch: „bet’ fier mi“ - bete für mich) ein Gebetbuch in dem junge Menschen ihr Gebet aufschreiben und kreativ gestalten konnten.

Auch der katholische Sportverband DJK (Deutsche Jugendkraft) bot unter dem Thema „Feuer und Flamme sein“ geistliche Impulse an. Die Kolpingjugend schuf unter dem Motto „Zündstoff LEBEN" einen Ort der Stille, an dem jeder zur Ruhe kommen und über die treibende Kraft in seinem Leben nachdenken konnte.

Die Ministrantenarbeit gab mit dem Angebot „Kirche mit allen Sinne erfahren" jungen Menschen die Möglichkeit, einen Kirchenraum anders und bewusster zu entdecken. Das Referat Weltkirche suchte unter dem Titel „Die Welt ins Gebet nehmen" 194 Menschen, die ein wenig Zeit haben, um die Menschen in einem der 194 Staaten der Erde ins Gebet zu nehmen. Dazu gab es Informationen zu allen Ländern.

Viele Jugendliche nahmen die spirituellen Impulse wahr uns zeigten sich begeistert von der großen Angebotsvielfalt. Kathrin aus Pfreimd war zusammen mit 10 Jugendlichen ihrer Heimatpfarrei angereist. Am meisten freue sie sich auf die Bands, die während des ganzen Tages spielen. „Der Glaube wird hier lebhaft dargestellt. Man merkt, dass eine große Begeisterung unter den Jugendlichen aufkommt und ein Aufschwung für die Kirche sichtbar wird“, so die 21- Jährige.

Auch die 22-jährige Vroni aus Regensburg zeigte sich von der Stimmung auf dem Domplatz mitgerissen: “Ich finde es freilich überwältigend, wie Menschen auf der ganzen Welt durch unseren Herrn und die Freude am Glauben miteinander verbunden sind. Auch beim Gottesdienst im Dom kam diese unvergleichliche Stimmung der Weltjugendtage hervor, welche selbst die Passanten auf der Straße in die Kirche geholt hat. Leute, die zuvor meinten, sie `Ich hab es nicht so mit der Kirche, ich mach lieber mein Ding ` haben dann im Dom begeistert mitgeklatscht. Das war cool!“, so die junge Regensburgerin.

Gegen 22 Uhr fand ein Lichterweg vom Domplatz zur Dominikanerkirche statt, in der eine Vigil gefeiert wurde. Um ein Uhr wurde im Diözesanzentrum Obermünster der Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages mit Papst Benedikt XVI live aus Sydney übertragen. Das Jugendfestival b-geistert endete um 6.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück.

Predigt des Bischofs