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Zur Neuigkeit
Fünftes Pfingstfestival in Regensburg mit neuem Besucherrekord
Herrlichkeit Gottes laut und öffentlich verkündigen
Regensburg, 24. Mai 2026
„Das ist einer meiner Lieblingsorte“, freute sich Bischof Rudolf Voderholzer mit Bezug auf das Ziel des Gebets für Stadt und Land. Auf dem „Balkon von Regensburg“ auf dem Dreifaltigkeitsberg habe man Regensburg zu Füßen. Bischof Rudolf besuchte am Pfingstsonntagabend das diesjährige Pfingstfestival. 1.200 vorwiegend junge Menschen feierten drei Tage lang in Regensburg das Pfingstfest und lebten ihren Glauben. Sie trafen sich in der Westmünsterkirche am Weinweg und beteten, sangen, feierten und diskutierten ein langes Wochenende miteinander.
Bischof Rudolf bedankte sich ausdrücklich für die Einladung. Er besuchte in den letzten Jahren immer das Pfingstfestival. Dabei grüßte er ausdrücklich auch die nicht katholischen Teilnehmer und freute sich über das schöne Zeichen der Ökumene. Zum Festival kamen heuer Angehörige anderer Konfessionen und Freikirchen. Rudolf Voderholzer verwies in seiner Begrüßung und Ansprache auf die liturgische Farbe Rot als Statement und Signalfarbe. Rot sei die Farbe des Feuers, des Blutes und der Liebe. Viele junge Gläubige trugen rote Halstücher oder rote T-Shirts als Zeichen ihrer Verbundenheit.
Der Bischof dankte den jungen Gläubigen für die Initiative, die Stadt mit in das Gebet hineinzunehmen: „Als Christen sind wir nicht für uns selber da, sondern auch für andere, unter anderem für das Leben in der Stadt und für die Menschen!“
„Wir sind in diesem Jahr das meistbesuchte Pfingstfestival im ganzen deutschen Raum“, freute sich das junge Orga-Team rund um Josef Irl. Insgesamt trafen sich rund 18.000 junge Gläubige an 31 Orten. Das Pfingstfestival begann als Fest der Jugend bereits im Jahr 2000 auf Initiative der katholischen Loretto-Gemeinschaft. Seit einigen Jahren feiern junge Christen an vielen verschiedenen Orten. Das Pfingstfestival richtet sich zwar vorwiegend an junge Menschen etwa im Alter von 15 bis 25 Jahren, aber ebenso an Familien. Ältere Gläubige waren herzlich willkommen. Ein Kinder- und ein Teenagerprogramm sowie eine Babylounge für Eltern und Kinder rundeten das Angebot ab. Ziel des Treffens war die Gemeinschaft in einer jungen, lebendigen Kirche. Die meisten Teilnehmer kamen aus Regensburg und Umgebung sowie aus dem gesamten Bistum.
In Regensburg trafen sie sich in der Kirche Westmünster, den das Orga-Team für den Anlass festlich schmückte und beleuchtete. Diese Kirche war schon im letzten Jahr fast zu klein für die begeisterten jungen Christen und stieß heuer an ihre räumlichen Grenzen. Die nahe Bischof-Manfred-Müller Schule bot Übernachtungsmöglichkeiten für viele junge Gläubige in der Turnhalle, andere zelteten auf der Wiese. Alle feierten gemeinsam heilige Messen, beteten und besuchten Workshops. Das Pfingsthochamt am Sonntag hielt Weihbischof Reinhard Pappenberger. Insgesamt 20 Priester, darunter auch Mitglieder des Domkapitels, standen am Samstag in mobilen Beichtstationen bereit. „Es bildeten sich teils lange Schlangen davor“, berichteten die Organisatoren begeistert.
Das zwölfköpfige Orga-Team in Regensburg arbeitete seit September. Vor Ort konnten sie auf rund 120 engagierte und bestens eingespielte Helfer zurückgreifen. Das Pfingstfestival ist für alle Teilnehmer kostenlos und beinhaltet neben den Gottesdiensten und Vorträgen die gesamte Verpflegung. „Wir finanzieren uns rein durch die Spenden, jeder gibt so viel er kann und möchte“, erklärten die Verantwortlichen ihr Konzept. Es gäbe großzügige Spender, die das ermöglichten.
Am Sonntabend folgte eine Gebetstprozession auf den Dreifaltigkeitsberg mit dem Gebet für Stadt und Land. Über 1.000 Teilnehmer zogen dabei rund eine Stunde lang betend und singend durch die Stadt und auf die Anhöhe über Regensburg. Bischof Rudolf Voderholzer begleitete diesen Weg. Die jungen Gläubigen starteten mit dem Lied „So groß ist der Herr“, sangen aber auch moderne, englische Lieder wie „Come, holy Spirit“ Sprecher beteten vor und wandten sich mit allen Beteiligten an Jesus und den Heiligen Geist. „Wir wollen die Herrlichkeit Gottes laut und öffentlich verkündigen“, erklärten die Organisatoren rund um Josef Irl ihr Anliegen.
Am Pfingstsonntag Abend nach dem Gebet auf dem Dreifaltigkeitsberg feierten die jungen Gläubigen gemeinsam eine Holy Spirit Party. Am Pfingstmontag reisten die Teilnehmer nach Morgengebet, heiliger Messe und einem Mittagessen wieder ab. Die meisten planen schon jetzt ihre Teilnahme im kommenden Jahr und das Orga-Team startet mit den Vorbereitungen nach den Sommerferien.
Text: Claudia Erdenreich, Fotos: © Claudia Erdenreich, © Johann Rhee










