Kinder hüpfen in der Hüpfburg

Fachtag bringt Fachkräfte in Regensburg zusammen

Kinderschutz vor Menschenhandel stärken


Regensburg, 29.10.2026 

Kinder und Jugendliche wirksam vor Menschenhandel und Ausbeutung zu schützen, erfordert fachübergreifende Zusammenarbeit, klare Strukturen und Handlungssicherheit. Wie dies auf regionaler Ebene gelingen kann, stand im Mittelpunkt des Fachtags „Kinderschutz vor Menschenhandel – Interdisziplinäre Zusammenarbeit, regionale Strukturen und Handlungssicherheit stärken“, zu dem ECPAT Deutschland e.V. und die Fachberatungsstelle SOLWODI Regensburg am Dienstag, 20. Oktober 2026, nach Regensburg einluden.

Der Fachtag richtete sich an Fachkräfte und Akteure, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und mit Fällen von Menschenhandel und Ausbeutung in Berührung kommen können. Ziel war es, Wissen zu vermitteln, den Austausch zwischen unterschiedlichen Professionen zu fördern und konkrete Ansätze für die regionale Zusammenarbeit in Regensburg zu entwickeln.

Fachwissen und praktische Handlungssicherheit

Zum Auftakt standen zwei Grundlagenworkshops im Mittelpunkt. Sie beschäftigten sich mit der Identifizierung und dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen als mögliche Betrofene von  Menschenhandel. Dabei ging es insbesondere darum, mögliche Anzeichen zu erkennen, Situationen fachlich einzuschätzen und angemessen auf einen möglichen Verdachtsfall zu reagieren. Im weiteren Verlauf hat Nina Stephainsky von ECPAT Deutschland e.V. das Bundeskooperationskonzept „Schutz und Hilfen bei Handel mit und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen“ vorgestellt. Das Konzept zeigt Möglichkeiten für eine interprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Akteure auf und schaft eine wichtige Grundlage für den fachübergreifenden Kinderschutz. Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand des „Leitfadens zum Schutz vor Handel mit und Ausbeutung von Kindern, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden in Dortmund“ vorgestellt. Das Praxisbeispiel  gibt Einblicke, wie kommunale und regionale Schutzstrukturen konkret entwickelt und umgesetzt werden können.

Gemeinsam regionale Strukturen weiterentwickeln

Am Nachmittag stand die praktische Zusammenarbeit vor Ort im Mittelpunkt. In einer Arbeitsgruppen-Phase haben die Teilnehmenden gemeinsam daran gearbeitet, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die regionalen Strukturen und die Handlungssicherheit in Regensburg zu stärken. Dabei ging es nicht nur um den fachlichen Austausch, sondern insbesondere um die Frage, welche konkreten Strukturen und Kooperationswege vor Ort benötigt werden, damit Kinder und Jugendliche im Verdachtsfall schnell und wirksam Unterstützung und Schutz erhalten.

„Kinderschutz vor Menschenhandel kann nur gelingen, wenn die beteiligten Fachstellen ihre Expertise zusammenbringen und wissen, an wen sie sich im konkreten Fall wenden können. Der Fachtag bietet Raum für fachlichen Input ebenso für die gemeinsame Entwicklung regionaler Lösungen“, so die Veranstalterinnen. 

Text: SOLWODI Regensburg
Foto: AdobeStock_Kien
(chb) 

 



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