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Zur Neuigkeit
Bischof Rudolf Voderholzer unterstützt Katastrophennothilfe und Arbeit der katholischen Kirche in der Erzdiözese Toamasina
50.000 Euro für Madagaskar
Regensburg, 13. Oktober 2026
Im Rahmen des Weltmissionsmonats des katholischen Hilfswerks missio besucht in diesen Tagen Kardinal Désiré Tsarahazana aus der Erzdiözese Toamasina Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Am Dienstagabend überreichte der Regensburger Oberhirte persönlich an den madagassischen Kardinal einen Scheck über 50.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Katastrophenhilfefond der Diözese und soll u. a. für die verursachten Schäden durch den Zyklon, der Toamasina im Februar 2026 heimsuchte, eingesetzt werden. Auch die Unterstützung eines großes Glaubensfestivals für Jugendliche liegt Bischof Rudolf sehr am Herzen.
Überrascht und erfreut zeigte sich Kardinal Désiré Tsarahazana über die spontane finanzielle Zuwendung von Bischof Voderholzer, der ihm gestern einen großen Symbolscheck beim Abendessen im Regensburger Bischofshof überreichte.
Kardinal Tsarahazana sprach seinen Dank für die anhaltende Großzügigkeit, Solidarität und Unterstützung aus, insbesondere während einer der schwierigsten Zeiten in der jüngeren Geschichte seines Erzbistums. Der verheerende Tropensturm „Gezani“, der Toamasina im Februar 2026 heimsuchte, verursachte weitreichende Zerstörungen und stellte Tausende Familien vor die schwierige Aufgabe, ihr Leben wieder aufzubauen. Häuser wurden beschädigt oder vollständig zerstört, Kirchen und andere wichtige Einrichtungen erlitten erhebliche Schäden. Viele Familien verloren ihre Lebensgrundlage und die notwendigsten Dinge des täglichen Bedarfs, erklärte der Kardinal.
Weit mehr als materielle Unterstützung
Bereits im März 2026 hatte die Diözese Regensburg aus ihrem Katastrophenhilfefond 50.000 dem Katholischen Hilfswerk missio übergeben, um das Geld für Projekte in Madagaskar einzusetzen. „Ihre Hilfe hat das Leben der Menschen unmittelbar und nachhaltig verbessert. Hunderte Kinder konnten weiterhin die Schule besuchen, während viele Mütter trotz der schwierigen Lebensumstände in der Lage waren, ihre Kinder mit Nahrung zu versorgen. Für diese Familien bedeutete Ihr Beitrag weit mehr als materielle Unterstützung: Er gab ihnen ihre Würde zurück, stärkte ihre Hoffnung und erinnerte sie daran, dass sie in ihrem Leid nicht allein sind“, erklärt Pater Thomas, Ökonom des madagassischen Kardinals.
Bischof Rudolf weiß um die Ausmaße der Naturkatastrophe, den Folgeschäden für die Menschen, sowie weitere Projekte in Madagaskar, die unterstützt werden müssen. Deshalb lag ihm eine weitere, direkt durch die Diözese übermittelte Hilfe sehr am Herzen. Das bestätigte auch Kardinal Tsarahazana: „Obwohl die Soforthilfe dazu beigetragen hat, die unmittelbare Not vieler Familien zu lindern, sind die Folgen des Zyklons weiterhin gravierend. Der Wiederaufbau von Wohnhäusern, Kirchen, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen erfordert viel Zeit und erhebliche finanzielle Mittel.“ Zahlreiche Haushalte leiden nach wie vor unter Ernährungsunsicherheit, finanziellen Schwierigkeiten und Ungewissheit über ihre Zukunft. Die Verantwortung der Erzdiözese Toamasina endet nicht mit der Verteilung von Nothilfe. Die betroffenen Familien müssen weiterhin begleitet und auf ihrem Weg von der unmittelbaren Katastrophenhilfe hin zum Wiederaufbau, zu neuer Widerstandsfähigkeit und zu einer erneuerten Hoffnung unterstützt werden.
Hilfe für den Nationalen Jugendtag in Madagaskar
Gleichzeitig war das Erzbistum Toamasina mit der Organisation des Nationalen Jugendtages von Madagaskar betraut worden. Bei dieser bedeutenden landesweiten Veranstaltung sollen junge Katholikinnen und Katholiken aus dem ganzen Land zusammenkommen, um gemeinsam zu beten, ihren Glauben zu vertiefen, Gemeinschaft zu erleben und ihren Glauben zu feiern. Der zur Verfügung gestellte Betrag in Höhe von 50.000 Euro wird es nun ermöglichen, diese wichtige Arbeit fortzusetzen und gleichzeitig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, im Jahr 2027 Tausende junge Menschen zum Nationalen Jugendtag von Madagaskar willkommen zu heißen, erklärt Pater Thomas.
Text: Jakob Schötz, Foto: © Thomas Oberst
(jas)




