News Bild Bischof Rudolf Voderholzer segnete neues Pfarrhaus und Pfarrzentrum in Harrling

Bischof Rudolf Voderholzer segnete neues Pfarrhaus und Pfarrzentrum in Harrling

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Strahlender Sonnenschein begleitete den großen Freudentag, als Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Sonntag nach Harrling kam, um das neue Pfarrhaus und Pfarrheim zu segnen. Groß und klein war auf den Beinen, um den Diözesanbischof zu begrüßen und mit ihm den Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Bartholomäus zu feiern. Der Bischof dankte allen, die Zeit, Energie und Finanzen in das neue Pfarrzentrum für Harrling/Zandt/Altrandsberg investiert haben.

 

Alle Pfarreimitglieder waren auf den Beinen

Ein langes Ehrenspalier bildeten Eltern und Kinder auf dem Weg vom Pfarrzentrum zur Kirche. Jedem einzelnen Kind spendete Bischof Rudolf den Segen und viele von ihnen schlossen sich dem Kirchenzug an. Festlich geschmückt empfing die Pfarrkirche Sankt Bartholomäus die Gläubigen. Pater Johannes Nirappel V.C. begrüßte den Regensburger Oberhirten und wünschte ihm bei seinem ersten Besuch in dieser Pfarrei, dass er sich wohlfühlen möge. Bischof Rudolf drückte seine Freude darüber aus, dass so viele Ministranten aus allen drei Pfarreien Harrling, Zandt und Altrandsberg mitwirken. Vor allem den vielen kleinen Kindern erklärte er, warum heute die Apostelleuchter entzündet sind.

 

Bischof Rudolf: Eltern und Großeltern müssen den Glauben an die Kinder weitergeben

In seiner Predigt ging Bischof Rudolf auf das Sonntagsevangelium von der heilenden Begegnung der kananäischen Frau und ihrer von einem Dämon besessenen Tochter mit Jesus und seinen Jüngern ein. Auf den ersten Blick sei das Verhalten Jesu nicht zu verstehen. Man müsse die Hintergründe kennen, dass Jesus und seine Jünger bereits lange unterwegs waren, teilweise in erfolgloser Mission, weil nicht an den Gott Israels geglaubt wurde. Umso erstaunlicher sei es, dass eine Frau zu Jesus kommt, die ihn "mit einem Glaubensbekenntnis" anspricht: "Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids." Diese heidnische Frau spricht den König, den Kyrios an und seine Jünger bekräftigen ihre Bitte. Vielleicht auch nur deshalb, weil sie schnell ihre Ruhe haben wollen. "Jesus nimmt wahr, was die Frau sagt. Sein erstes Schweigen ist nicht Desinteresse, sondern Zeichen des außerordentlich beeindruckt seins" erklärte Bischof Rudolf. Und es sei ein herausforderndes Bild, mit dem er zu ihr spricht: "Dein Glaube ist groß".

Bei diesen Erläuterungen erinnerte der Diözseanbischof seine Zuhörer, dass jede und jeder von uns immer tiefer in den Glauben hineinwachsen muss. Immer wieder neu müsse der Glaube vertieft werden. Auch wenn es manchmal Zweifel gebe, so bete der reife Glaube "Vater - dein Wille geschehe". Beim genauen Betrachten gebe es auch Verbindungen vom Sonntagsevangelium zum Festtag der Segnung von Pfarrhaus und Pfarrheim. Im Pfarrhaus wohne ein Pfarrer, der den Glauben verkündet und das Evangelium auslegt. Bischof Rudolf dankte P. John für diesen Dienst der Glaubensverkündigung ebenso wie Diakon Martin Peintinger und allen Seelsorgern. Das Pfarrhaus solle mit Freude bewohnt und dort ein geistliches Leben geführt werden. Im Pfarrheim seien Räumlichkeiten für Gruppen und Kreise. Hier könnten sich die Mitglieder von Frauenbund, Ministranten, Kirchenchor, Senioren, Kindern, Marianische Männerkongregation und viele verschiedene mehr treffen und ihren Glauben reflektieren lassen. Eindringlich warb Bischof Rudolf für einen Bibelkreis, damit man auch "mit sperrigen Bibelstellen" gut umgehen kann. Sein Dank galt allen, die sich in der Pfarrei engagieren und mithelfen, dass die dortigen Gottesdienste feierlich und herrlich sind. Als erste Missionare und Missionarinnen bezeichnete er Eltern und Großeltern. Sie müssten zum Glauben hinführen und in das kirchliche Brauchtum hineinführen, über den Glauben reden, auskunftsfähig bleiben und so die Fackel des Glaubens weitertragen.

 

 

Bischof Rudolf: Pfarrhaus und Pfarrheim sollen Orte der Glaubensverbreitung sein

Die Fürbitten sprachen verschiedene Gemeindemitglieder, deren Gruppen das neue Pfarrheim nutzen. Bei der Gabenbereitung wurden Kostenvoranschlag, Bauplan, Stein und Blumen gebracht. Die Eucharistie feierte Bischof Rudolf in Konzelebration mit Pater John Nirappel und Ruhestandsgeistlichem BGR Albert Melchner aus Steinbühl unter der Assistenz von Diakon Martin Peintinger. Den musikalischen Bestandteil der Liturgiefeier gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Sepp Meindl.

Bei der Segnung von Pfarrhaus und Pfarrheim betete Bischof Rudolf "dass diese Häuser helfen, den Auftrag Gottes zu erfüllen und alles was dort geschieht mithelfe, dem geistlichen Wachstum der Gemeinde zu dienen". Während Bischof Rudolf durch die einzelnen Räume ging, um sie mit Weihwasser zu besprengen und mit Weihrauch zu inzensieren, sang der Kirchenchor. Später erfreuten Kindergartenkinder mit einem Lied und überreichten an den Bischof Sonnenblumen. Bei der weltlichen Feier spielte die Blaskapelle mit bayrischer-böhmischer Musik kräftig auf und Kirchenpfleger Josef Peter sowie Architekt Markus Weber ließen den Bauverlauf Revue passieren. Insgesamt wurden 1,7 Millionen mit den Abbruchkosten und Kosten für den Neubau investiert. Zuschüsse gab es von der Bischöflichen Finanzkammer und von der Gemeinde.