bischof mit kreuz am kalvarienberg

Bischof Rudolf betet mit den Gläubigen den Kreuzweg in Rottendorf

„Christi Mutter stand mit Schmerzen“


Rottendorf, 15. März 2026

Am vierten Fastensonntag betete Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Kreuzweg in Rottendorf hinauf zum geschichtsträchtigen Kalvarienberg. 2026 jährt sich der Todestag des heiligen Franziskus von Assisi zum 800. Mal. Die ersten Franziskanerbrüder sind wandernd umhergezogen. Für ihr gemeinsames Beten unterwegs hat der heilige Franziskus aus Psalmversen und eigenen Worten das sogenannte „Votivoffizium vom Leiden des Herrn“ zusammengestellt. Die Gebetstexte des Heiligen kamen an den 14 Stationen des Kreuzweges, die den Leidensweg Jesu Christi nachzeichnen, in besonderer Weise zum Tragen. 

Zahlreiche Gläubige aus Rottendorf und der umliegenden Region nahmen an der Fastengebetsaktion teil. Der rund 400 Meter lange Weg an der Südseite Rottendorfs führte die Teilnehmer bergauf und vermittelte vielen ein eindrückliches Bild des Leidenswegs Jesu bis zur Kreuzigung. Für die Gläubigen bot der Kreuzweg eine intensive Möglichkeit, das Geschehen von Golgotha nachzuempfinden.

Pfarrer Gerhard Wagner begrüßte den Bischof herzlich in der Pfarreiengemeinschaft St. Andreas. Voderholzer zeigte sich erfreut über die große Beteiligung und rief dazu auf, auch die Sorgen der heutigen Welt in das Gebet einzubeziehen. Der Kreuzweg wurde nach den Gebetsvorlagen des Referats für Liturgie im Bistum Regensburg gestaltet.

Die Organisation hatte der örtliche Pfarrgemeinderat übernommen. An den 14 Stationen wechselten sich verschiedene Gruppen beim Tragen des Kreuzes ab, darunter Ministranten, Lektoren, Mitglieder der Kirchenverwaltung sowie Pilgergruppen. Jede Station wurde von Gebeten, kurzen Impulsen und Momenten der Stille begleitet.

Am Ziel, der Pröls-Kapelle auf dem Kalvarienberg, spendete Bischof Voderholzer den Gläubigen den bischöflichen Segen. Er würdigte den Kreuzweg als starkes Zeichen des Glaubens und dankte allen Teilnehmern für ihr Mitgehen und -beten. Besonders gedachte er dabei auch der Kranken und Sterbenden. Den Abschluss bildete das gemeinsame Singen des bekannten Marienlieds „Christi Mutter stand mit Schmerzen“, das mit eindringlichen Zeilen den Leidensweg Christi und die Rolle der Gottesmutter in den Mittelpunkt stellt: „Lasst uns Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden, fühlen wie Dein Mutterherz“.

Text und Fotos: Michael Götz
(jas)



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