Wegkreuz, durch Regenbogen überspannt

Vatikan gibt Motto des Weltgebetstages bekannt

Schwerter zu Pflugscharen


Rom / Regensburg, 9. Juni 2026

Das Presseamt des Heiligen Stuhls hat das von Papst Leo XIV. vor seiner Spanienreise gewählte Motto für den diesjährigen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung bekanntgegeben, der jeweils am 1. September begangen wird: „Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln“ – ein Wort, das laut Erklärung des Heiligen Stuhls den Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und der Umweltzerstörung unterstreicht.

Das leitende Wort für den Weltgebetstag 2026 stammt aus einer Stelle des Propheten Jesaja, in der die Umwandlung von Waffen in landwirtschaftliche Geräte angekündigt wird. Diese Botschaft fordert ausdrücklich dazu auf, Entwicklung und Nachhaltigkeit den Vorrang vor Gewalt und Zerstörung einzuräumen.

Wie das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen mitteilte, stelle die durch Konflikte verursachte Umweltzerstörung „eine schwerwiegende Verletzung unserer Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung“ dar und bedeute darüber hinaus „eine langfristige Bedrohung für das Leben von Hunderten Millionen Menschen“.

Zudem wies das Dikasterium darauf hin, dass „das heute weit verbreitete Bewusstsein für die zahlreichen Zusammenhänge zwischen Krieg und natürlichen Ressourcen weder zur Schaffung geeigneter Institutionen noch zur Verabschiedung verantwortungsvoller Entscheidungen geführt hat, die darauf abzielen, Konflikte zu vermeiden und Streitigkeiten friedlich beizulegen“.

Der Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung wurde von Papst Franziskus am 10. August 2015 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seiner Enzyklika Laudato si’ über die „Bewahrung des gemeinsamen Hauses“ ins Leben gerufen.

Text: CNA Deutsch

(sig)



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