News Bild Botschaft von der fleischgewordenen Liebe Gottes zu den Menschen tragen

Botschaft von der fleischgewordenen Liebe Gottes zu den Menschen tragen

Home / News

(pdr) „An Fronleichnam tragen wir die Botschaft von der fleischgewordenen Liebe Gottes zu den Menschen hinaus auf die Straßen. Dabei haben wir nicht nur bloße Worte oder Theorien anzubieten, sondern ganz konkrete Zeugnisse christlicher Liebe in den Straßen und Vierteln unserer Städte und Gemeinden.“ So deutete der Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller am Fronleichnamsfest in der Predigt zum Abschluss der Prozession auf dem Domplatz das Geschehen des Tages. Fronleichnam sei nicht nur das Wiederholen einer mittelalterlichen Tradition, sondern Zeichen lebendigen Glaubens. Dieser lebe nicht nur hinter den Mauern der Kirchen, sondern „wir haben den Menschen ganz konkret im Leben etwas anzubieten, zum Beispiel in den kirchlichen Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und Beratungsstellen“, hob der Bischof hervor. „Die Liebe Gottes, die wir im Sakrament der Eucharistie leibhaftig erfahren und heute besonders feiern, wird lebendig erfahrbar in diesen Werken der Christen.“

Jesus Christus, der sich in der Eucharistie mit dem Menschen auf unüberbietbare Weise verbinde, sei „nicht nur ein Wort Gottes unter vielen, sondern das Wort Gottes für die Menschen, das in den verschiedensten Nöten des Lebens Heil und Erlösung bedeutet“, unterstich der Bischof Gerhard Ludwig die einmalige Bedeutung Jesu Christi und der Eucharistie. „Bis in den Tod hat Jesus Christus unser Schicksal geteilt und in der Eucharistie ist er uns Speise für das Ewige Leben geworden“, stellte der Bischof den Zusammenhang zwischen dem Heilswirken Jesus Christi und der Feier der Eucharistie heraus. Diese Botschaft, dass Gott das Heil aller Menschen will und in Jesus Christus dieses Heil Wirklichkeit geworden ist, dürften die Christen nicht nur für sich behalten und dies untereinander feiern. Sie müssten diese Botschaft vielmehr zu den Menschen auf den Straßen bringen. Die Christen gingen am Fronleichnamstag hinaus, um den suchenden und zweifelnden Menschen zu sagen: „Du bist von Gott selber persönlich angesprochen, er will dein ewiges Heil.“

Fronleichnam: Botschaft der vollen Gemeinschaft Gottes mit den Menschen
„Getreu dem Einsetzungswort glauben wir: Unter den sichtbaren Gestalten von Brot und Wein ist Jesus Christus selber wirklich gegenwärtig und er schenkt sich darin als die Liebe, die Liebe, die Gott selber ist, den Menschen“, unterstrich der Regensburger Bischof die Bedeutung des Festes. „Die Feier und die Prozessionen an diesem Tag sind auch ein Dank der Menschen an Gott für dieses Heilshandeln“, so der Bischof. Zugleich stelle diese Botschaft jeden Menschen auch vor die ganz persönliche und für das Heil jedes einzelnen Menschen ausschlaggebende Entscheidung, wie er sich zu ihr verhält. Durch ihr glaubhaftes Zeugnis, gerade auch im Alltag, sollten die Christen ihre Mitmenschen zu einer Entscheidung für Christus ermutigen.

Zusammen mit dem Bischof, dem Domkapitel und den Stiftskapiteln feierten etwa 2.500 Gläubige den Abschluss der Fronleichnamsprozession der Regensburger Altstadtpfarreien auf dem Domplatz. Unter den Teilnehmern waren unter anderem Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die sich in St. Emmeram der Prozession angeschlossen hatte. Viele Tausend weitere Gläubige nahmen an den weit über zehn anderen Prozessionen im Stadtgebiet teil. An den Fronleichnamsprozessionen in den 770 Seelsorgestellen des Bistum Regensburg haben schätzungsweise eine viertel Million Menschen teilgenommen. Musikalisch gestalteten den Festgottesdienst und die Prozession die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellemeister Roland Büchner mit der Missa „Lauda Sion“ von Palestrina und mit Motetten und Prozessionsgesängen von Haller.